Spinat-Mangold-Lasagne vegan

lecker, aber braucht Zeit - super für Mangold-Bestände aus dem Garten!
, enthält Werbung (unbezahlt)

Nochmal überarbeitetes Rezept – jetzt ohne Cashews. Ein absolutes Lieblingsrezept von mir und meinem Sohn.

Stand: 13.12.2021

 

Spinat-Mangold-Lasagne war mein Lieblingsrezept in meinem früheren Lieblings-„Bistrorante“. Hier meine Variante in vegan und mit mehr Soße 🙂

Der Trick für den guten Geschmack besteht übrigens darin, nicht am Olivenöl zu sparen. Und der Trick mit der Saftigkeit darin, die Soßen etwas dünner zu machen als sie in der fertigen Lasagne sein sollen.

ca. 4 Portionen

12 Platten Dinkel-Lasagne (erfolgreich probiert: von Naturata oder Spielberger Mühle)

Spinat-Mangold-Tomatensoße

  • ca. 350-400 g Tiefkühl-Blattspinat, (mein derzeitiger Favorit: iglo, auch wenn nicht bio, ist aber leider inzwischen auch nicht mehr ganz frei von harten Stielen)
  • ca. 600 g Mangold, nach Belieben mehr
  • leckeres Olivenöl (am besten das von Terra Kreta)
  • 1,5 große bis sehr große Zwiebeln (Nicht an den Zwiebeln sparen, die geben den Geschmack!)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 großes Glas Schältomaten von Naturata
  • Wasser + Brühe (ca. 500 ml oder mehr nach Bedarf)

Béchamelsauce

  • ein großer Schluck Bratöl
  • 0,5 große oder 1 kleinere (nicht winzige) Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 sehr gehäufter 1,5 EL Dinkelmehl Type 630
  • ca. 400 ml Hafermilch (+/-200 ml, bis Konsistenz passt)
  • frisch gemahlener bunter Pfeffer
  • 1 geh. TL Gemüsebrühe (oder 1,5, nach Belieben)
  • etwas Weißweinessig
  • optional: Muskat und 1 Zweig Thymian, am besten frisch geerntet (hab ich weggelassen)

Am Ende für den Käseschmelz:

  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 TL Senf
  • 2-3 Prisen Salz (oder mehr nach Belieben)

Alternativ leckeren veganen Käse, z.B. Simply V würzig

Praktische Werkzeuge:

große rechteckige Auflaufform
Pfanne oder beschichteter Topf mit Deckel

Mangold-Spinat-Tomatensoße

  • Den am besten frisch geernteten Mangold gründlich waschen (ich finde, es geht am besten in stehendem Wasser). Dann mit dem Messer die Blätter von den Stielen abschneiden (gerade oder V-förmig), das oberste Ende des Stieles kann an den Blättern bleiben. Bzw. dünnere Stiele lassen sich einfach von Hand abbrechen, das geht sehr viel schneller.
  • Von den Stielen ggf. die untersten Enden entfernen, falls holzig. Dann in Streifen schneiden oder würfeln.
  • Die Zwiebeln für die Tomatensoße würfeln.
  • Die Blätter in ca- 2 cm dicke Streifen schneiden – das kommt nicht so drauf an, da diese sehr zusammenfallen beim Kochen – und von den Stielen separat halten.
  • Den Knoblauch fein hacken.
  • Die gewürfelten Mangoldstiele zusammen mit der Zwiebel in ausreichend Olivenöl unter seltenem Rühren schmoren, dabei von allen Seiten leicht anbräunen lassen, um ein besseres Aroma zu erzielen. Bevor es zu dunkel wird, neues Olivenöl zugeben (nicht am Olivenöl sparen!) und den Knoblauch unterrühren und kurz (vielleicht eine halbe Minute) mitdünsten, nicht braten lassen, er soll sich nicht verfärben und bitter werden. Dann etwas Wasser (muss nicht abgemessen werden) und die Streifen der Mangoldblätter hinzugeben, Deckel drauf, damit alles zusammenfallen kann. Vorher noch ca. 3 TL Brühpulver zugeben (wer salzarm isst, entsprechend weniger). Wenn/sobald genug Platz ist, die Tomaten und den TK-Spinat zugeben. Auf kleiner bis mittlerer Flamme köcheln lassen, bis Spinat und Mangold gar sind und die Tomaten süß (ca 20 min)

Béchamelsauce

  • Die gewürfelte Zwiebel in reichlich Öl glasig anschwitzen, dann die gewürfelte Knoblauchzehe dazugeben.
  • Das Mehl zugeben, dabei mit dem Schneebesen rühren und ggf. mehr Öl, sodass eine cremige Masse entsteht. Hafermilch bereitstellen und schütteln. Wenn die Mehlschwitze ANFÄNGT, sich zu verfärben (nicht erst, wenn sie braun ist!, dann lieber neu anfangen!), nach und nach und unter kräftigem Rühren die Hafermilch mit dem Schneebesen so unterrühren, dass es nicht klumpt.
  • Brühpulver, Weißweinessig und Gewürze zugeben. Sobald die Soße andickt, ist sie fertig und kann dann noch auf der Restwärme ziehen. Ggf. nochmal mit Gewürzen und Weißweinessig abschmecken. Darf ruhig kräftig schmecken und sollte auch nicht cremig sein, sondern etwas dünner als wenn man sie pur genießt.

Zusammenfügen

Eine rechteckige Auflaufform auswählen, die mit den Lasagneplatten gut ausgefüllt werden kann (Wenn die Form zu groß ist, reicht die Soße nicht, um die Nudelplatten zu bedecken, und dann werden die nicht bedeckten Teile der Nudelplatten vermutlich nicht weich.)

Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wer  bei der Soße nicht am Olivenöl gespart hat, muss die Form nicht fetten. Mit der Tomaten-Spinat-Soße anfangen. Dann so viel Lasagneplatten wie nebeneinanderpassen. Darauf Bechamelsoße. (Wer 4 Schichten à 3 Platten hat, so wie wir, sollte also auf jede Schicht 1/4 der Soßenmenge geben oder etwas weniger.) Dann wieder Tomatensoße usw. Wichtig ist, dass IMMER die Kanten und Ecken der Nudelplatten von Tomatensoße bedeckt sind. (Die Bechamelsoße muss nicht zwingend flächig sein.) Ganz oben aber direkt auf die Platten die restliche Tomatensoße.

Nun ist also noch mindestens ein Viertel der Bechamelsoße übrig, gern auch 1/3.

Wer wie ich KEINEN gekauften veganen Käse mag, macht nun aus dem Rest der Bechamelsoße Hefeschmelz. Das geht so: Gib je nach Menge 1/2- 1 TL Senf, 2-3 EL Hefeflocken, am besten noch einen Schwapp Butteröl und mutig Salz dazu und rühre, bis sich alles aufgelöst hat. Wenn nötig, noch etwas Hafermilch oder Wasser, damit es nicht zu fest wird. Dann alles auf der Lasagne verteilen, muss nicht flächendeckend sein, große Kleckse sind auch gut.

Wer fertigen veganen Scheibenkäse verwenden will: mein Tipp: erst nach 20 Minuten drauflegen. Ich hatte eine ca. 20×30 Auflaufform und habe 2 Reihen à 2,5 Scheiben auf die 3 Lasagneblätter gelegt.

Nach Packungsanweisung ca. 35 Minuten garen und dann noch 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen nachgaren. (Nicht zu früh rausnehmen!, Lasagneblätter „al dente“ schmälern das Geschmackserlebnis spürbar…)

Je soßiger die Lasagner, desto leckerer. Aber: Je soßiger, desto unmöglicher ist es, sie unfallfrei aufzugeben. Schmeckt also mit entspannten Freunden am besten 🙂

Mega leckeres Essen, das auch meinen (nicht veganen) Mann und meinen kleinen Sohn sehr begeistert hat.
Guten Appetit! Aber Vorsicht – vor allem, wenn Kinder mitessen: sehr heiß!!

veröffentlicht: 19.11.2018 / letzte Änderung: 03.05.2026