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Nicht-indisches Dal mit Süßkartoffel und Kürbis – mild, cremig, lecker

13.02.2024

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Ich bin ein temperamentvoller, aktiver Mensch – und scharfes Essen demzufolge kein Grundnahrungsmittel für mich. Ich mag es gern mal pikant, aber zum Erden, Nähren und Ausgleichen brauche ich warmes, „kräftiges“ Essen, das „rund“ schmeckt und die erdenden Komponenten gut zur Geltung kommen lässt.

Erdend ist für mich das, was meine Vorfahren schon gegessen haben: Kartoffeln, Linsen, Möhren, Kohl, Kürbis, Mehl – und vor allem: Zwiebeln und Knoblauch. Dazu die (für mich) typisch thüringischen Gewürze wie Kümmel, Koriander, Muskat, Pfeffer und Salz. Die Kombination mit Zutaten „von weiter weg“ ergibt eine vielseitige und gut schmeckende vegane Küche, die uns mit allen Aromen und Stoffen versorgt, die unser Körper und unsere Seele brauchen.

Ich hatte den Impuls, eine Art Dal zu kochen, das weniger indisch, dafür eher thüringisch inspiriert ist und dadurch milder, cremiger und erdender wird. Von meinem ersten Versuch bin ich hellauf begeistert – ich habe es mit Reis und anderem als Bowl zum Frühstück gegessen.

Zutaten

1-2 Portionen
    • 1 Zwiebel
    • 1 Süßkartoffel
    • 1 Stück Hokkaido-Kürbis (Gewicht etwas mehr als die Süßkartoffel oder nach Belieben)
    • 4 Knoblauchzehen
    • hitzebeständiges Öl
    • etwas Ingwer (max. 1 EL) – kann weggelassen oder durch etwas (!) andere Schärfe ersetzt werden (z.B. Pfeffer o. scharfer Paprika)
    • wer hat, etwas Ajvar (Paprikapaste), alternativ Tomatenmark und Paprikapulver (edelsüß)
    • Gewürze nach Belieben: Ich mag: gemahlenen Kümmel, gemahlenen Koriander, Paprika edelsüß, optional Muskat
    • ca. 1/3 Dose Kokosmilch (den Rest in ein Schraubdeckelglas umfüllen und zeitnah verbrauchen!)
    • etwas Dinkelmehl 630er oder helles anderes Biomehl
    • ca. 1/2 l Hafermilch (wir mögen die von Edeka bio oder Aldi bio) – Menge nur grob geschätzt; nach Bedarf
    • 50g rote – oder wer lieber mag, gelbe – Linsen (grüne oder braune passen hier nicht)
    • etwas Gemüsebrühe (1 TL?)
    • dazu Reis, z.B. 150 g Basmati weiß (geschält); noch gesünder ist natürlich Naturreis in braun (dann ist es aber nicht mehr so schön weich und zart und gaumenstreichelnd wie z.B. ich es brauche).

Benötigte Geräte:

Bratpfanne und evtl. weitere Pfanne, Topf für den Reis.

Los geht's!

Süßkartoffel (geschält) und Kürbis (gewaschen) würfeln. Nacheinander mit etwas hitzebeständigem Öl bei hoher Temperatur in einer Bratpfanne unter Rühren anbraten, um Röstaromen zu erreichen. (Wenn eine weitere Pfanne oder ein weiterer geeigneter Topf für das Hauptgericht vorhanden ist, kann beides parallel zubereitet werden).

Zwiebel fein würfeln. Knoblauch hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Gewürze (jeweils ca. 1/3 TL) gemeinsam nebeneinander auf eine Untertasse o.ä. bereitstellen. Die Kokosmilch öffnen. Einen pfannengeeigneten Schneebesen (Silikon o.ä.), Mehl und geöffnete Hafermilch bereitstellen.

Nun Zwiebel und Ingwer dünsten, bis die Zwiebel glasig ist, dann ggf. weiteres Öl angießen, Gewürze und Knobi dazu. Kurz rühren und in dem Öl dünsten, dann mit ca. 1/2 EL Mehl abstäuben und mit dem Schneebesen mit dem Öl verrühren. Rühren und anschwitzen lassen, aber bevor der Knoblauch dunkler werden kann (lieber nichts riskieren), erst Ajvar oder Tomatenmark zugeben, das soll auch noch ganz kurz mitbraten (falls möglich, sonst später zugeben), dann mit Hafermilch ablöschen und dabei mit dem Schneebesen kräftig rühren (die sogenannte „Mehlschwitze“ ist eine für mich typisch thüringische Strategie, Soßen Cremigkeit zu verleihen, ohne dafür fette Milchprodukte zu brauchen). Nun 2-3 EL Kokosmilch zugeben. Die gewaschenen Linsen zugeben. Das inzwischen gebratene Gemüse zugeben. Gemüsebrühe zugeben und bei Bedarf mehr Hafermilch, Hitze etwas reduzieren und unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.

Parallel den Reis kochen – weißer Basmati braucht die doppelte Wassermenge und nur 8 Minuten.

Mit ein bisschen Übung ein herrlich schneller warmes Bestandteil für eine Frühstücksbowl für diesen und den nächsten Tag (für 2 Personen und 2 Tage Menge verdoppeln).